Gemmologie

Was ist ein Edelstein ?

Gemmologie ist die Wissenschaft über die Edelsteine. GemExpert hat sich einem naturwissenschaftlichen Verständnis der Edelsteinkunde verschrieben und sieht daher die Gemmologie als interdisziplinären Bereich inmitten der Fächer Mineralogie, Geologie, Physik Chemie und Biologie. Heute ist die Gemmologie eine anerkannte Wissenschaft deren Inhalt und Erkenntnisse in einigen internationalen Fachzeitschriften publiziert werden.

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Aufgabe der Gemmologie ist die Erkennung der Edelsteine, deren Art, Echtheit, Qualität, Herkunft und Behandlungszustand. In erster Linie gilt es, echte Steine von Synthesen und Imitationen zu unterscheiden.

Während früher die Identifikation von synthetischen Steinen als Hauptproblem gegolten hat, liegen heute die schwierigen Aufgaben im Nachweis von Behandlungen. Natürliche Edelsteine erfahren in den meisten Fällen eine künstliche Verschönerung. Dazu werden die Steine je nach ihrer Art verschiedenen meist physikalischen und chemischen Prozessen unterzogen. Da natürlich schöne Steine seltener sind als behandelte, wendet der Handel für diese Kategorien unterschiedliche Preise an.

Eine Spezialaufgabe der Gemmologie ist oft auch die geographische Herkunftsbestimmung, die eigentlich über eine geologische Herkunftsbestimmung läuft. Bestimmte Muttergesteine prägen ihre Produkte - die Edelsteine - in oft charakteristischer Weise. Die einzelnen Lagerstätten und ihre Produkte besitzen ganz unterschiedliche Wertschätzung bei den Konsumenten. So gelten Smaragde aus Kolumbien, Rubine aus Burma oder Alexandrite aus Russland als anderen Herkünften überlegen und kosten daher mehr. Dieses "branding" verlangt nach einer unabhängigen gemmologischen Expertise eines renommierten Institutes. Das schweizerische SSEF Labor in Basel (Schweizerisches Gemmologisches Institut SSEF) ist weltweit die führende Adresse für gemmologische Expertisen, insbesondere für Farbsteine.

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Was ist ein edelstein?

Edelsteine sind Minerale mit den besonderen Eigenschaften: schön, dauerhaft, selten. Sie kristallisierten in der Natur in Gestein. Ein Mineral hat definierte chemische und physikalische Eigenschaften mit denen es sich eindeutig bestimmen lässt. Wenn die Mineralart (z.B. Beryll) in verschiedenen Farben vorkommt, gibt es für die unterschiedlichen Farben eigene Namen (Smaragd, Aquamarin). Edelsteine im ursprünglichen Zustand wären zum Tragen nicht geeignet und oft noch nicht wirklich schön. Durch Bearbeiten werden sie symmetrisch geschliffen und poliert oder mit Facetten versehen. Edelsteinschleifer ist ein eigener Beruf, der bei uns recht selten ist. Den Edelsteinen lose angegliedert sind noch organische Produkte wie Perlen, Korallen, Bernstein, Elfenbein, ...


 

 

Was ist ein Edelstein ?

Gemmologie ist die Wissenschaft über die Edelsteine. GemExpert hat sich einem naturwissenschaftlichen Verständnis der Edelsteinkunde verschrieben und sieht daher die Gemmologie als interdisziplinären Bereich inmitten der Fächer Mineralogie, Geologie, Physik Chemie und Biologie. Heute ist die Gemmologie eine anerkannte Wissenschaft deren Inhalt und Erkenntnisse in einigen internationalen Fachzeitschriften publiziert werden.

 

Aufgabe der Gemmologie ist die Erkennung der Edelsteine, deren Art, Echtheit, Qualität, Herkunft und Behandlungszustand. In erster Linie gilt es, echte Steine von Synthesen und Imitationen zu unterscheiden.

Während früher die Identifikation von synthetischen Steinen als Hauptproblem gegolten hat, liegen heute die schwierigen Aufgaben im Nachweis von Behandlungen. Natürliche Edelsteine erfahren in den meisten Fällen eine künstliche Verschönerung. Dazu werden die Steine je nach ihrer Art verschiedenen meist physikalischen und chemischen Prozessen unterzogen. Da natürlich schöne Steine seltener sind als behandelte, wendet der Handel für diese Kategorien unterschiedliche Preise an.

Eine Spezialaufgabe der Gemmologie ist oft auch die geographische Herkunftsbestimmung, die eigentlich über eine geologische Herkunftsbestimmung läuft. Bestimmte Muttergesteine prägen ihre Produkte - die Edelsteine - in oft charakteristischer Weise. Die einzelnen Lagerstätten und ihre Produkte besitzen ganz unterschiedliche Wertschätzung bei den Konsumenten. So gelten Smaragde aus Kolumbien, Rubine aus Burma oder Alexandrite aus Russland als anderen Herkünften überlegen und kosten daher mehr. Dieses "branding" verlangt nach einer unabhängigen gemmologischen Expertise eines renommierten Institutes. Das schweizerische SSEF Labor in Basel (Schweizerisches Gemmologisches Institut SSEF) ist weltweit die führende Adresse für gemmologische Expertisen, insbesondere für Farbsteine.

Was ist ein Edelstein ?

Edelsteine sind Minerale mit den besonderen Eigenschaften: schön, dauerhaft, selten. Sie kristallisierten in der Natur in Gestein. Ein Mineral hat definierte chemische und physikalische Eigenschaften mit denen es sich eindeutig bestimmen lässt. Wenn die Mineralart (z.B. Beryll) in verschiedenen Farben vorkommt, gibt es für die unterschiedlichen Farben eigene Namen (Smaragd, Aquamarin). Edelsteine im ursprünglichen Zustand wären zum Tragen nicht geeignet und oft noch nicht wirklich schön. Durch Bearbeiten werden sie symmetrisch geschliffen und poliert oder mit Facetten versehen. Edelsteinschleifer ist ein eigener Beruf, der bei uns recht selten ist. Den Edelsteinen lose angegliedert sind noch organische Produkte wie Perlen, Korallen, Bernstein, Elfenbein, ...

 

Echt, synthetisch, Imitation, die drei Hauptkategorien

echt = natürlich gewachsen, synthetische = natürliches Vorbild "identisch" nachgebaut im Labor (z.B. synthetischer Rubin), Imitationen gleichen nur äusserlich ihren Vorbildern (z.B. Glas, Polystyrol).

Synthetische Kristalle, z.B. synth. Rubin, gibt es schon seit rund 100 Jahren. Seither werden verschiedene Steine synthetisiert: Saphir, Spinell, Alexandrit, Quarz, Amethyst, Opal, ....

Imitationen existieren noch länger, z.B. Glas, andere Mineralien (Zirkon statt Diamant), Kunststoff, .... Die am meisten verbreitete Imitation für Diamant besteht aus ZrO2 Zirkonia, ein Material das künstlich hergestellt wird und das in dieser Form und Reinheit und Menge in der Natur nicht vorkommt. Von Auge ist Zirkonia nicht von Diamant zu unterscheiden.

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Bestimmung der Art und Echtheit, Instrumente sind gefragt

Die Bestimmung der Mineralart ist mit einem kleinen gemmologischen Instrumentarium möglich. Lichtbrechung, Dichte und optischer Charakter sind hier die wichtigsten Grössen. Mikroskopische Untersuchung der inneren Merkmale (Einschlüsse) geben Hinweise auf Echtheit (natürlich oder synthetisch) und Herkunft. Diese Identifikation ist relativ einfach und von trainierten Gemmologen in 95% der Fälle zu bewältigen. Darüber hinaus werden in gemmologischen Labors spektrale und chemische Merkmale benutzt, um die Echtheit zu bestimmen. Analytische Geräte im gemmologischen Einsatz sind:

Spektralphotometer, FTIR (Fourier-Transformiertes Infrarot) Spektrometer, EDXRF (enegiedispersive Röntgenfluoreszenz), Raman-Mikrospektrometrie, LIBS (Laser induced breakdown spectrometry), LA ICPMS (Laser ablation inductively coupled mass spectrometry).

Was ist ein Gemmologe?

Gemmologen sind Edelstein-Sachverständige. Sie kennen die Edelsteine systematisch, können sie mit optischen Geräten identifizieren und von Synthesen unterscheiden. Die Qualität eines Gemmologen hängt von seinem Training und der Aktualität seiner Kenntnisse ab. Eine Ausbildung in Gemmologie wird oft einem ersten Beruf beigefügt (Goldschmied, Kaufmann, Verkäufer). Nationale Gesellschaften bieten jährlich Kurse an und verleihen nach Prüfung Diplom (FGA = Fellow Gemmological Association of Great Britain, GG = Graduated Gemmologist, USA, FGG Deutsche Gemmologische Gesellschaft , SGG = Schweizerische Gemmologische Gesellschaft).

Wissenschaftliche Gemmologen haben als Grundlage ein naturwissenschaftliches Studium, ergänzt durch gemmologische Zusatzausbildung.

Gemmologen arbeiten im zentralen Einkauf grösserer Firmen, bei Auktionshäusern oder betreiben eigene Labors. Im nationalen oder gar internationalen Vergleich sind allerdings nur wenige anerkannte gemmologische Labors vorhanden (SSEF, Gübelin Gem Lab, HRD = Hooge Raad voor Diamant, Antwerpen; GIA = Gemological Institute of America). Die aufgezählten Institute sind personell und instrumentell gut ausgestattet und haben eine längere, skandalfreie Geschichte.

Gemmologist may work in the central purchase of larger firms, in auction houses, or in individual laboratories. With respect of national or international comparisons only a few gemmological laboratories exist, that work on a high level: SSEF, Gübelin, GIA, HRD). Respected institutes are well equipped both with highly educated staff and scientific instrumentation and experience a long history free of scandals.

schätzung, Bewertung, Preisbestimmung

Das grösste Interesse eines potentiellen Edelsteinbesitzers oder -Händlers richtet sich auf den Wert des Steins oder Schmuckstücks. Vorgängig zur Wertbestimmung muss eine Materialbestimmung erfolgen, nur wenn diese korrekt ist, kann sinnvoll ein Wert ermittelt werden. Einen einzig richtigen Wert für ein Schmuckstück gibt es wegen der verschiedenen Handelsstufen nicht: Wiederbeschaffungswert, Versicherungswert, Detailhandels- oder Grosshandelswert, Liquidationswert u.s.w. Gemmologen sind selten dazu ausgebildet, Wert-Schätzungen zu machen. Alle anerkannten Labors beschränken sich auf die naturwissenschaftliche Materialbestimmung, und halten sich fern von der kaufmännischen Arbeit der Schätzung. Betrügerische Schätzungen (nicht selten in Verbindung mit einzeln agierenden Gemmologen) haben bei Banken schon oft zu Millionenschäden geführt.

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Diamant - Brillant: was ist der Unterschied?

Diamant ist ein Mineral das aus Kohlenstoff kubisch kristallisierte, daraus folgen Dichte (3.52 g/cm3), Lichtbrechung n = 2.417, Härte 10, hohe Wärmeleitfähigkeit, etc. Das Mineral kommt in verschiedenen Farben vor, am bekanntesten ist Diamant jedoch farblos bis schwach gelblich.

Ein Diamant im runden Brillantschliff (1 Tafel, 32 Oberteilfacetten, 24 Unterteilfacetten, 1 Kalette) kurz als Brillant bezeichnet. Andere Materialien im Brillantschliff dürfen nach allgemeiner Usanz nicht als "Brillant" ohne Mineralname bezeichnet werden. (Beispiel: Zirkonia-Brillant, künstliches Produkt). Diamanten können auch anders geschliffen werden als: Navetten, Tropfen, in Herzform, ... dann werden sie nicht als Brillanten bezeichnet. Der Ausdruck "Splitter" ist nicht aussagekräftig, er wird oft für kleine Brillanten oder runde Diamanten in einem einfacheren Schliff verwendet.

Achtung: Diamant ist zwar das härteste Material, aber trotzdem empfindlich gegen Druck und Schlag. Schon bei 700 °C wandelt sich Diamant in Luft zu CO2 um. "Ein Diamant ist unvergänglich!", ist daher ein trügerischer Slogan.

Synthetische Diamanten weisen alle Merkmale von Diamant auf, sind jedoch industriell hergestellt und daher billig. Eine Unterscheidung gegenüber natürlichen Diamanten ist für den Fachmann möglich.

Natürliche Diamanten mit künstlicher Farbe sind nicht mit einfachen Mitteln zu erkennen.

Diamantprüfung und Qualitätsbestimmung: die 4C

Diamanten werden aufgrund ihrer physikalischen Merkmale identifiziert. Seit einigen Jahren gibt es nicht nur Diamant-Imitationen, sondern auch synthetische Diamanten. Ihre Erkennung ist nicht trivial, aber bei entsprechender Umsicht machbar. Natürliche Diamanten stellen im Handel noch immer die Hauptmenge dar.

Der Wert geschliffener Diamanten hängt hauptsächlich von vier Kriterien ab:

Wie gross?

Gewichtsangabe, in Carat (1 ct = 200 mg, 5 ct = 1 g)

Wie farblos ?

Farblosigkeitsstufe (D, E, F,... River, Top Wesselton -> gelb)

Wie einschlussfrei?

Reinheitsstufe(lupenrein, VVS, VS, SI, piqué)

(lupenrein bei 10facher Vergrösserung, VVS = mit sehr sehr kleinen Einschlüssen, VS = sehr kleine Einschlüsse, SI = mit kleinen Einschlüssen, piqué = augensichtbare Einschlüsse).

Wie gut geschliffen?

(Symmetrie & Politur (sehr gut, gut, mittel, ...)

Die vier Kriterien werden in Englisch abgekürzt 4C genannt. Auf Qualitätsdokumenten (Diamond Reports) werden die geschliffenen Diamanten nach internationalen Standards bezüglich der vier C's graduiert bzw. eingeteilt. Es gibt einige wenige internationale Standards (GIA, HRD, CIBJO) und wenige Labors, die nach diesen Kriterien untersuchen und einteilen.

Fälschungen, woran man sie erkennt

An ihren Eigenschaften im Vergleich zum Material, das sie vorgeben zu sein, kann man Fälschungen erkennen. Hier ist es wichtig zu sehen, dass ein Material per se noch keine Fälschung darstellt, erst das öffentliche Angebot unter falschem Namen macht es allenfalls zur Fälschung.

Im Allgemeinen werden Steine im Labor anhand ihrer Messgrössen (Lichtbrechung, Dichte, Absorptionsspektrum u.s.w.) identifiziert. Mikroskopische Untersuchungen reichen meistens für die Bestimmung der Echtheit (natürlicher Ursprung) aus.

Behandlungen

Bei den natürlichen Steinen gibt es seit ca. 30 Jahren eine zunehmend ernster werdende Komplikation: die Veränderung von Teilaspekten der Steine (Farbe, Durchsichtigkeit, Festigkeit) welche durch Behandlungen verbessert werden. Die Edelsteinbehandlung verwendet Techniken wie Erhitzen, Bestrahlen, Imprägnieren etc. und erreicht damit eine scheinbare Verbesserung der Qualität.

Behandelte Steine sollen entsprechend neu verabschiedeter Übereinkünfte der Branchenverbände in jeder Handelsstufe voll bezeichnet werden. (z.B. hitzebehandelter Saphir, Smaragd mit farbloser Rissfüllung, stabilisierter Türkis, bestrahlter Diamant).

Identifikation von Edelstein-Individuen (Wurde mein Stein ausgetauscht?)

Die exakte Beschreibung von Edelstein-Individuen für die Erstellung von Untersuchungsberichten basiert auf der Registrierung einer Vielzahl vom Messwerten und Beobachtungen. Das sog. Arbeitsblatt für eine Edelstein-Untersuchung wird nach internationalen Empfehlungen von mindestens zwei ausgebildeten Gemmologen mit Eintragungen versehen. Man findet darauf Abmessungen, Gewichte, Beschreibung und Lage von Tragspuren oder Schäden, und Zeichnungen über Lage und Art innerer Merkmale, der Mineralidentifikation, Farbbeschreibung mit Referenzbezeichnungen, Spektralkurven im Sichtbaren und meist auch im infraroten Spektralbereich. Qualitative bis semi-quantitative chemische Analysen und Resultate des Kristallaufbaus finden sich ebenfalls oft vermerkt. Mit Ramanspektren werden Mineralart, Einschlüsse oder gar Rissfüllungen identifiziert.

Mit einem derartigen Satz von Messdaten und Beobachtungen können selbst einschlussfreie Steine von Fachleuten wiedererkannt werden, wenn sie vorher in einem guten Labor registriert wurden.

Ein Teil der Daten wird auf einem Zertifikat/Edelsteinexpertise/Gutachten aufgeführt und ist auch für Laien nachprüfbar.

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Immer wieder verwirrt reagieren Leute bei den zwei Verwendungen der Grösse "Karat".

Edelmetallprüfer stellen den Feingoldgehalt fest, den sie in Karat angeben. Die Goldlegierungen werden nach Goldanteilen bezeichnet:

100 % = 24 K75% = 18 K33,3% = 9 K= neun karätiges Gold

Für Edelsteine ist Karat eine Gewichtseinheit, d.h. Gewichtsangabe in Carat (1 ct = 200 mg, 5 ct = 1 g). Ein Einkaräter Brillant hat ca. 6.5 mm Durchmesser.